Mittwoch, 19. Mai 2010

(Grafik: Charlotte Engels)





Supperheroes
gutes Essen für gute Projekte

Biologisch, lecker und preiswert
Mit Supperheroes möchte ich dafür sorgen, dass engagierte Jugendliche in ihren Projekten, z.B. Tagungen, Seminaren, Workshops oder Festivals, biologisch, lecker und preiswert verpflegt werden. Wir wollen die Tagungsküche wieder in die Tagung einbinden, das Festival in die Küche holen, die Vision der Jugendgruppe in die Mahlzeiten mit einbinden und so Essen und Weltveränderung miteinander verbinden.

Und wie?
Die Umsetzung hängt von der Anfrage ab. Je mehr Jugendliche uns brauchen desto konkreter wird das Projekt. In Planung sind „Auftritte“ von Supperheroes auf der Jugendtagung SenseFestival in Schweden (Juni) und auf der Jugendkonferenz undjetzt?! 2010, für Rückkehrer aus Freiwilligendiensten, in Deutschland (August).
Supperheroes will sich den Bedürfnissen und den Möglichkeiten der Veranstaltung und der zu Verpflegenden anpassen. Gibt es ein grosses Budget, wird anders gekocht, ist nur wenig Geld vorhanden, sind wir auf unseren Einfallsreichtum angewiesen. Auch Spenden von lokalen Biobauern können als Teil des Verpflegungsprozess’ gesammelt werden. Idealer Weise bildet sich um die Supperheroes Küche immer ein Team von Helfern, welche die Verpflegung zusammen tragen und so Veranstaltungen verschiedener Grössen und mit verschiedenen Teilnehmerzahlen bekocht werden können. Ist es nicht möglich ein Team im Voraus zu bilden, müssen mindestens auf dem Event die Teilnehmer mit einsteigen und in der Küche helfen. Supperheroes ist also auf die Zusammenarbeit aller angewiesen, hierin liegt aber auch die Besonderheit. Viele Teilnehmer bekommen durch das Mithelfen ein Bewusstsein für die Tagungsküche, viele Hände helfen und viele Schultern tragen die Verantwortung mit, dass das Essen wirklich ein Teil der Veranstaltung sein kann.

Neben internationalen Aktionen wollen Supperheroes auch lokal aktiv werden. Zum Beispiel mit Kochaktionen auf mobilen Gaskochern am Rheinufer in Basel, oder im Connect Cafe. Kochen und Gespräch. Kochen und Begegnung:
Weisst Du eigentlich, wo Dein Essen her kommt? Kennst Du eigentlich die Bäuerin, die Deine Milch gemolken hat? Den Fleischer, der Dein Steak geschlachtet hat? Den Senn, der Deinen Käse macht? Die Gärtnerin, die Deinen Salat pflückt? Könnte man sie vielleicht besuchen gehen?
Weisst Du, wie einfach kochen geht? Auch für viele Leute? Auch biologisch? Kennst du schon das neue Projekt food revolution von Jamie Oliver, der grade in Amerika seine Vision„to teach every child about food“ umsetzt? Oder: was ist eigentlich Fairtrade?
Auch Fragen zu globalen Lebensmittelthemen, genetischer Modifizierung von Lebensmitteln und Lebensmittelrechte, Welthunger und Supermächte wie Monsanto könnten über dem Kochtopf diskutiert werden.



Wo steht das Essen auf der ToDo Liste?
Die Welt braucht jeden von uns jungen Menschen, das ist klar! Also legen wir los und werden aktiv. Es gibt viel zu tun und schnell werden Prioritäten gesetzt, Organisation, Logistik, Fundraising, all diese Begriffe sind uns aus unseren Projekten und Jugendgruppen wohl bekannt, aber was ist mit der Verpflegung? Aus Erfahrung weiss ich, dass die Verpflegung, das Essen, immer am Ende der ToDo Listen steht und als letztes bedacht wird, wenn wir Projekte organisieren. Ich möchte das ändern.

Wer ist ein Supperhero, eine Supperheroine?
Junge Menschen die Interesse an Ernährung haben, Bauern, Gärtner, Bäcker oder jeder, der sich dafür begeistert Menschen zu bekochen. Interessiert Dich das Thema Qualität im Leben anstatt Quantität und Geizmentalität? Magst Du guten Kaffee, oder feinen Wein und willst wissen wie es hergestellt wird? Oder gutes Brot? Bist Du aktiv in der AntiGen Bewegung, oder einfach nur für einen öffentlichen Kompost in Deiner Nachbarschaft? Und wie sieht es in Deinem Kühlschrank aus? Jeder, der sich bemühen will, auf die lange Sicht die konventionellen Produkte in frische, biologische Produkte umzutauschen, und ein System entwickeln will, mit dem es auch bezahlbar ist, ist ein Supperhero oder eine Supperheroine.

Grundlagen
Gute Projekte brauchen auch gute Grundlagen. Das sind Gedanken, das sind Intentionen, das sind aber auch äusserliche Faktoren wie Räume, in denen man planen, oder Büros, in denen man arbeiten darf. Genauso eine Grundlage ist gutes Essen. Zum einen um uns selbst zu stärken und unsere Gesundheit zu fördern, welche uns die Kräfte für unsere Vorhaben zur Verfügung stellt. Zum anderen ist es aber auch paradox, wenn wir gutes in die Welt stellen wollen, aber dann die billigsten Produkte kaufen und so ein System speisen, welches soziale Ungerechtigkeit und Umweltverschmutzung unterstützt.
Ist es nicht logisch, dass wenn wir unsere Welt mitgestalten wollen, eine Welt aus ihr machen wollen, in der es sich lohnt zu leben, dass wir dann auch die richtigen Lebensmittel kaufen und gutes essen müssen? Wenn wir also eine positive Veränderung anstreben, warum fangen wir nicht gleich bei unseren eigenen Gewohnheiten an?
Ich möchte das Essen wieder zurück auf den Plan bringen. Jeder muss essen, jeder hat circa drei mal täglich das Bedürfnis dazu: Jeder hat also drei mal täglich die Chance, etwas gutes zu tun, für sich selbst und für die Umwelt!

Entstehung
Das Projekt Supperheroes ist in einem Workshop auf der Jugendkonferenz undjetzt?! 2009 entstanden. Das Essen auf der Tagung wurde von einem externen Caterer offeriert, der zwar Bio deklarierte, aber kaum verarbeitete. Der Caterer hatte auch keinerlei Anknüpfungspunkt an die Jugendprojektwelt und wenig Verständnis dafür, was “diese jungen Leute auf dieser Jugendkonferenz eigentlich machen“. Das spiegelte sich enorm in der Qualität des Essens. Anstatt uns nur zu beschweren trafen wir uns im OpenSpace der Tagung und diskutierten was man zukünftig ändern könnte und sollte.
Daraus entstand Supperheroes, die Idee für einen mobilen Cateringservice für Jugendprojekte. Supperheroes kann überall auftauchen und ist immer bemüht, mit vielen Menschen die Lust haben zu kochen, mit vielen guten Zutaten (meistens biologisch und regional), für einen akzeptablen Preis und im Sinne der zu bekochenden Veranstaltung, Verpflegung anzubieten.
„Wir wollen die Tagungsküche wieder in die Tagung einbinden, das Festival in die Küche holen, die Vision der Jugendgruppe in die Mahlzeiten mit einbinden und so Essen und Weltveränderung miteinander verbinden.“



Wenn man einmal beginnt zu denken, kommen Ideen in Strömen!
Aus der Supperheroesidee kamen dann gleich mehrere andere kleine Projekte zustande: götterspeise Catering ist der Einmann Cateringservice, mit dem ich seit Januar 2010 regelmässig verschiedene Veranstaltungen verpflege. „MyPlace-eat as you are“ ist ein temporäres Cafe, welches ähnlich wie Supperheroes, auf Jugendforen und Konferenzen einen Raum für Gespräch beim Caffé bietet und mit der Frage der Raumgestaltung als auch der Teamarbeit und gesellschaftlichen Cohersion, Zwischenmenschlichem, allgemeiner Verantwortung für unsere Gesellschaft, Solidaritätskonzepten und Kooperativen Arbeitsmodellen umgeht. Jeder ist hier willkommen, also: „Let‘s meet at My Place!“

Für mehr Information kontaktieren Sie mich gern,

Katharina Ludwig
supper-heroes.blogspot.com
goetterspeise.blogspot.com
myplace-eatasyouare.blogspot.com
goetterkoechin@gmail.com

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